RUDOLF VOIGT
by BODO W. HELLMANN FINE AERT

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Herr Bodo W. Hellmann | Experte Gemälde 19. Jhd.| hellmann@bodo-hellmann.de



Künstlermonographie Rudolf Voigt




Erste Personalausstellung von Rudolf Voigt nach seinem Tod in Würdigung eines Leipziger Vertreters des skurrilen phantastischen Realismus.
Wir präsentieren eine Auswahl aus dem umfangreichen Schaffen des Künstlers. Durch unsere Auswahl aus einem Fundus von 500 Zeichnungen und Grafiken sowie 200 Gemälden ermöglichen wir es, einen Gesamteindruck zu bekommen.

Rudolf Voigt, der 1949 die Ausbildung seiner bildnerischen Fähigkeiten in Form privater Studien bei Elisabeth Voigt und Max Schwimmer abschloss, hinterließ ein durch Jahrzehnte reichendes, umfangreiches Werk als Zeichner, Grafiker und Maler.

Als neugieriger Mensch probierte er vieles aus, nicht nur hinsichtlich der Thematik seiner Arbeiten, sondern auch in Bezug zur Vielgestaltigkeit, der von ihm verwendeten Techniken. So finden wir bis in kleinste Detail minutiös gemalte Bilder, pastöse Malereien, große farbige Bildkollagen aus besonders ausgewählten Tapetenteilchen und Stilleben, deren Grundierung mit feinem Sand durchmischt wurde, so dass eine fast greifbare Oberfläche entstand.

Das grosse Interesse und die Freude an der handwerklichen Seite künstlerischer Arbeit zeigt die Bandbreite, über die dieser Künstler hinsichtlich der technischen Möglichkeiten verfügte. Die offensichtliche Freude, für seine Bildgestaltung auch unübliche Vorgehensweisen auszuprobieren, dürfte wohl neben der Grundlegung in seinem Talent auch in die Wahl seines Lebensberufes begründet sein. Rudolf Voigt ist sozusagen ein Leben lang als Kunsterzieher tätig gewesen.

Aus der Fülle seiner Arbeiten, wobei neben den Bildern noch die Vielzahl der Zeichnungen, die häufig als Studien oder Vorarbeiten in Verbindung zu den Gemälden stehen, und nicht wenige druckgrafische Werke unbedingt zu benennen sind, tritt dem Betrachter ein ungewöhnlich interessierter Mensch entgegen. Offen, zugleich betroffen und bedrückt, steht er den Problemen der Gegenwart in der Welt gegenüber, sieht schmerzerfüllt den Missrauch, den Zeitgenossen mit den natürlichen Ressourcen treiben, schafft Bildpaare, die Gegenwart und eine denkbare Zukunft danach zum Gegenstand haben. In andren Werken versucht er die Verzweiflung Einzelner angesichts die unentrinnbaren Eingespanntseins zwischen dunklen Mächten zu gestalten, die sich hinter und grimmigen Masken verbergen, strebt danach, ein Bild für die Daseinslage der Menschen im östlichen Deutschland seit 1989 zu finden, das hochfliegende und bald enttäuschte Erwartungen zusammenfügt mit der unbarmherzigen Realität und weiß um das Unvermögen als Künstler eingreifen zu können.

Seine Macht endet mit der Fertigstellung des Bildes und nun ist es dem Betrachter überlassen und seiner Erlebnisfähigkeit, seinem Wollen, sich auf Bilder einzulassen und seine Sensibilität, Bildsignale empfangen zu können. Gerade hier findet sich bei Rudolf Voigt der Ansatz zu skurrilen Elementen, um durch Übersteigerung, gewollte Umformung von Proportionen, Brechung gewohnter Sichtweisen den Betrachter aus der Routine der Bildaufnahmen herauszureissen.

In seinen Gestaltungsweisen sind klassisch realistische Züge ebenso zu finden, wie neusachliche oder surrealistische Anklänge. Die eigene Handschrift ist dagegen verborgen, es bleibt zu vermuten, dass es ihm daran in erster Linie nicht zu tun war. Seine Werke sollten als Mitteilung verstanden werden. Sucht der Betrachter dennoch nach Eigenheiten, dann wird er Erzählfreudigkeit und Leidenschaft für Skurriles entdecken und dabei sehr bald auf die „Narrenzüge“ des Künstlers stossen. Buntfarbigkeit des Lebens, heitere Gelassenheit, derber Humor, fröhliches Treiben, makabere Absonderlichkeiten, Unalltägliches, Schelmenhaftigkeit – Rudolf Voigt ein fabulierender Erzähler.

Ausstellungsbeteiligung:
Ruhrfestspiele, Recklinghausen
Grafikausstellunge , Chemnitz (Preisträger)
im Ausland: Österreich, Schweden, Rußland, Schweiz, Afghanistan, CSSR, Spanien

Erstellt unter Verwendung von Passagen aus dem Werkskatalog „Rudolf Voigt“ Leipzig 1998.

Biografie
1925 in Leipzig geboren
nach Schulbesuch Lehre als Offsetdrucker bei Fa. Brockhaus anschließend Soldat im 2. Weltkrieg und Gefangenschaft
1946-1949 Privatschüler bei Prof. Elisabeth Voigt und Prof. Max Schwimmer
1949-1990 nach Studium Lehrer für Kunsterziehung
1976-1990 Arbeit in verschiedenen Malzirkeln
1980-1985 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig
1990-2007 freischaffend und Mitglied des Bundes Bildender Künstler Leipzig

Rudolf Voigt
VERKAUFT
Rudolf Voigt
Die Horen (Frühling, Sommer, Herbst, Winter)
Öl auf Holz, je 12cm x 10 cm, 1989
WV: M93
Rudolf Voigt
Der erste Schritt
Öl auf Hartfaser, 100 x 80 cm
1988
Rudolf Voigt
Die Schöne

Verkauft
Rudolf Voigt
Rudolf Voigt
Rudolf Voigt
Opfer und Täter
Acryl auf leinen/Jute, 185 x 485cm
1986
Rudolf Voigt
Das Geschäft
Öl auf HF, 99,5 x 70cm
1988
Rudolf Voigt
Rudolf Voigt
Rudolf Voigt
Das letzte Museum
Öl auf HF, 60 x 238cm
1981
Rudolf Voigt
In jeder Minute auf der Welt
Öl auf HF, 100 x 70 cm
1984
signiert u.r. Voigt
WVZ M161
Rudolf Voigt
Rudolf Voigt
Rudolf Voigt
Rudolf Voigt
Die Skatbrüder
Acryl auf leinen, 200 x 200cm
1998
Rudolf Voigt
Tanzende Hexen
Acryl auf Leinen, 200 x 300 cm
1997
Rudolf Voigt
Im Atelier
Collage, Papier auf Leinen, 200 x 300 cm
1997
Rudolf Voigt
Der Obstkelch
Öl auf HF, 121 x 87 cm
1994
Rudolf Voigt
Selbstbildnis mit Akt
Öl auf HF, 125 x 60 cm
1983
Rudolf Voigt
Doppelporträt
Öl auf Leinwand, 80,3 x 70,5 cm
1992
Rudolf Voigt
Rudolf Voigt
Sonniger Herbst ( Rentnerinnenbank )
Öl auf Hartfaser, 50 x 104 cm
1985
Rudolf Voigt
Selbstbildnis mit Stillleben ( kaputter Spiegel )
Öl auf Hartfaser, 59 x 62 cm
1983
Rudolf Voigt
Christina Blaschke ( 20 Jahre alt )
Öl au Hartfaser, 65 x 42 cm
signiert und datiert rechts unten: R. Voigt 1298
1998
Rudolf Voigt
Der Chef ( Boss )
Mischtechnik auf Hartfaser, 40 x 19 cm
2000
M7
Rudolf Voigt
Meine Lieblingspuppe
Öl auf Lw., 40 x 30 cm
1951
Rudolf Voigt
Oma beim Lesen
Öl auf Holz, 33 x 26 cm
1952
Rudolf Voigt
Renate im Pelzmantel
Öl auf Lw., 94 x 71 cm
1951
Rudolf Voigt
Warum in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah
Öl auf Pappe, 26 x 12,5 cm
1955
Rudolf Voigt
Alpenveilchen
Öl auf Lw., 54 x 40 cm
1955
Rudolf Voigt
Oma
Öl auf Hartfaser, 37 x 30 cm
1952
Rudolf Voigt
Selbstbildnis im roten Hemd
Öl auf Hartfaser, 41 x 31 cm
1983
Rudolf Voigt
Selbstbildnis auf der Leine
Öl auf Hartfaser, 41 x 31 cm
1983
Rudolf Voigt
Seine erste Medaille
Öl auf Hartfaser, 62 x 31 cm
1979
Rudolf Voigt
Gespräch im Strandkorb
Öl auf Hartfaser, 126 x 100 cm
1980
Rudolf Voigt
Ein Denkmal für die Neutronenbombe
Öl auf Hartfaser, 63 x 49 cm
1980
Rudolf Voigt
Nostalgie II
Öl auf Hartfaser, 58 x 58
1985
Rudolf Voigt
Ausgang
Öl auf Hartfaser, 20 x 40 cm
1985


VERKAUFT
Rudolf Voigt
Die neue Kette
Öl auf Hartfaser, 45 x 31 cm
1985


VERKAUFT
Rudolf Voigt
Zeus im XX. Jahrhundert
Öl auf Hartfaser, 34,5 x 87 cm
1981
Rudolf Voigt
An der Haltestelle
Ölskizze, Öl auf Hartfaser, 25 x 50 cm
1984
Rudolf Voigt
Renate beim Stricken
Öl auf Pappe, 34 x 27 cm
1985
Rudolf Voigt
Überrascht
Öl auf Hartfaser, 105 x 60 cm
1980
Rudolf Voigt
Das Feigenblatt
Öl auf Hartfaser, 125 x 65 cm
1981
Rudolf Voigt
Bilderuhr
Öl auf Hartfaser, 32 x 42 cm
1976

Privatbesitz Fam. Voigt
Unverkäuflich
Rudolf Voigt
Medusa
Öl auf Hartfaser, 69,5 x 49 cm
1980
Rudolf Voigt
Solidarität
Ölskizze, Öl auf Hartfaser, 25 x 50 cm
1984
Rudolf Voigt
Freundschaft
Ölskizze, Öl auf Hartfaser, 25 x 50 cm
1984
Rudolf Voigt
Frieden
Ölskizze, Öl auf Hartfaser, 25 x 50 cm
1984
Rudolf Voigt
Akt in Mauerecke
Öl auf Hartfaser, 70 x 46,5 cm
1980
Rudolf Voigt
In der Sauna
Öl auf Hartfaser, 62 x 100 cm
1981
Rudolf Voigt
Selbstbildnis mit Wetsover
Öl auf Hartfaser, 40,5 x 30 cm
1983
Rudolf Voigt
Gitarrenspielerin
Öl auf Malpappe, 26,5 x 19 cm
1950
Rudolf Voigt
Klein-Karoline
Öl auf Malpappe, 14 x 9 cm
1983
Rudolf Voigt
Jetzt nimmt der den Ball mit !
Öl auf Wabenhartfaser, 23 x 58 cm
1988
Rudolf Voigt
Amazonenschlacht
Öl auf Lw. auf Pressholz, 23,5 x 17,5 cm
1988
Rudolf Voigt
1. Mai in Moskau
Mischtechnik auf Hartfaser, 32 x 32 cm
1987
Rudolf Voigt
Markt in Moskau I, II und III
Acryl, je 22 x 22 cm
1987
Rudolf Voigt
Im Kaufhaus GUM in Moskau
Öl auf Hartfaser, 90 x 60 cm
1987
Rudolf Voigt
Arbeitsleben - Tryptichon
Öl auf Hartfaser, 30 x 29,5 cm, 30 x 15,5 cm, 30 x 15,5 cm
1981
Rudolf Voigt
Blick auf das Winterpalais
Acryl auf Hartfaser, 25 x 25 cm
1986
Rudolf Voigt
Teeverkäuferin im Zug nach Moskau
Mischtechnik auf Hartfaser, 42 x 22 cm
1986
Rudolf Voigt
Madonna 1988
Öl auf Hartfaser, 151 x 89 cm
1988
Rudolf Voigt
Der Rest der Welt
Öl auf doppelter Hartfaser, 60 x 238 cm
1988
Rudolf Voigt
Flora
Öl auf Lw. auf Holz, 26 x 16,5 cm
1983
Rudolf Voigt
Und sie bewegt sich doch
Öl auf Hartfaser, 50 x 50 cm
1991
Rudolf Voigt
Porträt
Öl auf Hartfaser, 30,5 x 24 cm
1991
Rudolf Voigt
Die drei Weisen
Öl auf Malpappe, 18 x 15 cm
1991
Rudolf Voigt
Die Sonnenanbeter
Öl auf Hartfaser, 25 x 46 cm
1990
Rudolf Voigt
Seine letzte Fahrt (Motorrad)
Öl auf Hartfaser, gespachtelt, 75 x 51 cm
1992
Rudolf Voigt
Flora
Öl auf Malpappe, 18 x 16,3 cm
1992
Rudolf Voigt
Müllplatz der Geschichte (1. Fassung)
Öl auf Hartfaser, 165 x 167,5 cm
1992
Rudolf Voigt
Mahnwache (Golfkrieg) Nicolai-Kirche
Öl auf Hartfaser, 54 x 49 cm
1991
Rudolf Voigt
Maler und Modell
Öl auf Hartfaser, 65 x 50 cm
1991
Rudolf Voigt
Müllplatz der Geschichte (2. Fassung)
Öl auf Hartfaser, gespachtelt, 165 x 255 cm
1992
Rudolf Voigt
Das Goldene Vlies
Öl auf Hartfaser, 40 x 28 cm
1992

VERKAUFT
Rudolf Voigt
Der Mörder
Öl auf Hartfaser, 75,5 x 23,5 cm
1992
Rudolf Voigt
Drachensteigen
Öl auf Hartfaser, 43 x 30,5
1984
nicht signiert, aber im Werkverzeichnis unter M26 aufgenommen.
Das Gemälde stammt aus dem Nachlass des Künstlers.

VERKAUFT
Rudolf Voigt
In der Disco
Öl auf Hartfaser, 160 x 250 cm, 2006
M.r. sign. Voigt 10/06
Rudolf Voigt
Discjockey
Öl auf Hartfaser, 151 x 100 cm, 2004
u.r. sign. R. Voigt 12/04
Rudolf Voigt
Kapitalismus
Collage / Tapeten, 151 x 100 cm, 2004
Rudolf Voigt
Die Schutztruppe, II. Fassung
Öl auf Hartfaser / Gips / Kondome
Rudolf Voigt
Der Trinker
Öl auf Hartfaser, 151 x 100 cm, 2006
Rudolf Voigt
Das goldene Rad
Acryl auf Leinen, 140 x 140 cm , 1998
u.r. La Ver 398
Rudolf Voigt
Jugendstil
Mischtechnik auf Hartfaser, 20 x 40 cm, 2000
u.r.Voigt 0300
Rudolf Voigt
Ariadne und Theseus
Mischtechnik, 25 x 38 cm, 2000
u.r.R.Voigt 1020
Rudolf Voigt
Der Becken schlagende Felix
Öl auf Hartfaser auf Goldgrund, 7,7 x 7,5 cm
Rudolf Voigt
Leda und der Schwan
Öl auf Hartfaser, 64 x 50 cm
Rudolf Voigt
Eine Dirne
Öl auf Hartfaser, 73 x 21,5 cm
1992

VERKAUFT
Rudolf Voigt|Mahnwache_Golfkrieg|1991|Leipziger Schule
Rudolf Voigt , Mahnwache ( Golfkrieg ) Nikolai-Kirche in Leipzig, Öl auf Hartfaser, nicht signiert, 54 x 49 cm, 1991, Nachlassverzeichniss NR.: M 108

Frauen im Kasan
Radierung, 21/25, 16 x 15,5 cm, signiert
Porträt eines Alten
Radierung, 21 x 14 cm, signiert
Hekate
Radierung
25 x 15,5 cm
Blattgröße 50 x 38 cm
Madonna/Mutter mit Kind
Bleistift
26,3 x 17 cm
signiert
Madonna im XX. Jahrhundert
Silberstift
29,5 x 21 cm
signiert
Die Schildträgerin
Bleistift
36 x 19,5 cm
signiert
Flora
Bleistift
signiert
33,5 x 17,7 cm
Dame kostümiert
Bleistift, Aquarell laviert
37,5 x 28,7 cm
signiert
Die Schlange II
Federzeichnung mit Tusche laviert
signiert
32,4 x 49 cm
Mutter mit Kind I
Bleistift
29,5 x 15 cm
signiert
Der Bettler
Bleistift
23 x 17,8 cm
signiert
Leierkastenmann
Kreide
30 x 21 cm
signiert
mondäne Schlange
Bleistift
34 x 27 cm
signiert
Der Umzug
Bleistift
20,8 x 29,8 cm
signiert
Hekate
Bleistift
30 x 21 cm
signiert
Mutter mit Kind II
Bleistift
30,5 x 17,3 cm
Die Lebensstufen
Bleistift
27 x 41,7 cm
signiert
Hekate
Radierung
20x11,5cm
Blattgröße 25x18,5cm
signiert
Drei der neun Musen
Blatt 10/1

Die neun olympischen Musen
Hesiod (6. Jh. v. Chr.) legt in seiner Theogonie[1] die Zahl der Musen auf neun fest, nach ihm sind sie die Töchter des Zeus und der Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung, auch die von ihm genannten Namen werden kanonisch. Sie werden die Mnemoniden oder olympische Musen genannt.
Allerdings wies Hesiod ihnen noch keine speziellen Zuständigkeitsbereiche und Attribute zu, diese werden erst später unterschieden, doch auch dann wechselten die Zuschreibungen von Funktionen und Attributen noch einigermaßen willkürlich. Erst in spätester Zeit gab es eine sich festigende Zuordnung von Name, Funktion und Attribut:
Klio, die Rühmende, ist die Muse der Geschichtsschreibung (Attribute: Papierrolle und Schreibgriffel)
Melpomene, die Singende, ist die Muse der Tragödie (Attribut: ernste Theatermaske, Weinlaubkranz, wahrscheinlich auch ein Schwert oder eine Keule)
Terpsichore, die fröhlich im Reigen Tanzende, ist die Muse für Chorlyrik und Tanz (Attribut: Leier)
Thalia, die Festliche, Blühende, ist die Muse der Komödie (Attribut: lachende Theatermaske, Efeukranz und Krummstab (denn auch die heitere bukolische Poesie gehört zu ihr)
Euterpe, die Erfreuende, ist die Muse der Lyrik und des Flötenspiels (Attribut: Aulos, die Doppelflöte)
Erato, die Liebevolle, Sehnsucht Weckende, ist die Muse der Liebesdichtung (Attribut: Saiteninstrument, Leier)
Urania, die Himmlische, ist die Muse der Sternkunde (Attribut: Himmelskugel und Zeigestab)
Polyhymnia, die Hymnenreiche (Liederreiche). Sie ist die Muse des Gesangs mit der Leier (kein spezifisches Attribut, manchmal die Leier)
Kalliope, die mit der schönen Stimme, ist die Muse der epischen Dichtung, der Rhetorik, der Philosophie und der Wissenschaft (Attribut: Schreibtafel und Schreibgriffel)
Drei der neun Musen
Blatt 10/1

Die neun olympischen Musen
Hesiod (6. Jh. v. Chr.) legt in seiner Theogonie[1] die Zahl der Musen auf neun fest, nach ihm sind sie die Töchter des Zeus und der Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung, auch die von ihm genannten Namen werden kanonisch. Sie werden die Mnemoniden oder olympische Musen genannt.
Allerdings wies Hesiod ihnen noch keine speziellen Zuständigkeitsbereiche und Attribute zu, diese werden erst später unterschieden, doch auch dann wechselten die Zuschreibungen von Funktionen und Attributen noch einigermaßen willkürlich. Erst in spätester Zeit gab es eine sich festigende Zuordnung von Name, Funktion und Attribut:
Klio, die Rühmende, ist die Muse der Geschichtsschreibung (Attribute: Papierrolle und Schreibgriffel)
Melpomene, die Singende, ist die Muse der Tragödie (Attribut: ernste Theatermaske, Weinlaubkranz, wahrscheinlich auch ein Schwert oder eine Keule)
Terpsichore, die fröhlich im Reigen Tanzende, ist die Muse für Chorlyrik und Tanz (Attribut: Leier)
Thalia, die Festliche, Blühende, ist die Muse der Komödie (Attribut: lachende Theatermaske, Efeukranz und Krummstab (denn auch die heitere bukolische Poesie gehört zu ihr)
Euterpe, die Erfreuende, ist die Muse der Lyrik und des Flötenspiels (Attribut: Aulos, die Doppelflöte)
Erato, die Liebevolle, Sehnsucht Weckende, ist die Muse der Liebesdichtung (Attribut: Saiteninstrument, Leier)
Urania, die Himmlische, ist die Muse der Sternkunde (Attribut: Himmelskugel und Zeigestab)
Polyhymnia, die Hymnenreiche (Liederreiche). Sie ist die Muse des Gesangs mit der Leier (kein spezifisches Attribut, manchmal die Leier)
Kalliope, die mit der schönen Stimme, ist die Muse der epischen Dichtung, der Rhetorik, der Philosophie und der Wissenschaft (Attribut: Schreibtafel und Schreibgriffel)
Drei der neun Musen
Blatt 10/1

Die neun olympischen Musen
Hesiod (6. Jh. v. Chr.) legt in seiner Theogonie[1] die Zahl der Musen auf neun fest, nach ihm sind sie die Töchter des Zeus und der Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung, auch die von ihm genannten Namen werden kanonisch. Sie werden die Mnemoniden oder olympische Musen genannt.
Allerdings wies Hesiod ihnen noch keine speziellen Zuständigkeitsbereiche und Attribute zu, diese werden erst später unterschieden, doch auch dann wechselten die Zuschreibungen von Funktionen und Attributen noch einigermaßen willkürlich. Erst in spätester Zeit gab es eine sich festigende Zuordnung von Name, Funktion und Attribut:
Klio, die Rühmende, ist die Muse der Geschichtsschreibung (Attribute: Papierrolle und Schreibgriffel)
Melpomene, die Singende, ist die Muse der Tragödie (Attribut: ernste Theatermaske, Weinlaubkranz, wahrscheinlich auch ein Schwert oder eine Keule)
Terpsichore, die fröhlich im Reigen Tanzende, ist die Muse für Chorlyrik und Tanz (Attribut: Leier)
Thalia, die Festliche, Blühende, ist die Muse der Komödie (Attribut: lachende Theatermaske, Efeukranz und Krummstab (denn auch die heitere bukolische Poesie gehört zu ihr)
Euterpe, die Erfreuende, ist die Muse der Lyrik und des Flötenspiels (Attribut: Aulos, die Doppelflöte)
Erato, die Liebevolle, Sehnsucht Weckende, ist die Muse der Liebesdichtung (Attribut: Saiteninstrument, Leier)
Urania, die Himmlische, ist die Muse der Sternkunde (Attribut: Himmelskugel und Zeigestab)
Polyhymnia, die Hymnenreiche (Liederreiche). Sie ist die Muse des Gesangs mit der Leier (kein spezifisches Attribut, manchmal die Leier)
Kalliope, die mit der schönen Stimme, ist die Muse der epischen Dichtung, der Rhetorik, der Philosophie und der Wissenschaft (Attribut: Schreibtafel und Schreibgriffel)
Heimliche Beobachter
Radierung
6x12cm
Blattgröße 20x23cm
unsigniert
Drehorgelmann
Radierung
16x12cm
Blattgröße 25x19cm
unsigniert


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